„Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“ (Zitat Helmut Schmidt)

Geschrieben von Volker Geyer am

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Vor 25 Jahren

Im Sommer 1998 -also genau vor 25 Jahren- hat alles begonnen. Eine besondere Situation zwang mich dazu, in meinem Leben wesentliche Dinge zu verändern, als Unternehmer künftig anders zu denken und mich zunächst unternehmerisch, später auch privat neu aufzustellen. In diesen turbulenten Tagen und Wochen meines Lebens, ist in mir eine große Sehnsucht erwachsen, eine Vision ist entstanden, die in den Jahren darauf noch größer werden sollte und die ich heute als Leitfaden meines Seins und Tuns bezeichnen kann.

Nachdem ich viele Jahre lang geschäftlich in einem Korsett gefangen war, meine Firma sich in zermürbenden Verdrängungsmärkten bewegte, abhängig von Banken war, von ausländischen Subunternehmern und anderen Dingen, sehnte ich mich nach echter unternehmerischer Freiheit, nach wahrer Unabhängigkeit, nach verstärkter Wertschätzung und Loyalität sowie nach mehr positiven Menschen, insbesondere in meinem unternehmerischen Umfeld. Das ist jetzt genau 25 Jahre her.

„Der Volker ist ein Visionär“ diesen Satz habe ich in den vergangenen 25 Jahren öfter gehört, jedoch selten konnte ich einschätzen, wie er im Einzelfall wirklich gemeint war. Unser ehemaliger Bundeskanzler Helmut Schmidt sagte einmal „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“. Okay, das habe ich verstanden. Visionen zu haben, ist in der breiten Gesellschaft hierzulande wenig salonfähig. Zu oft werden Visionen mit Träumereien abgetan, die am Ende immer als Luftschlösser enden, glaubt man. Vor über 20 Jahren hat einmal jemand zu mir gesagt, als ich ihm von meinen unkonventionellen Zukunftsplänen, von meiner Vision erzählte: „Volker, wenn Du meinen Rat willst: Arbeite was Anständiges“. Das hat nicht Helmut Schmidt zu mir gesagt, aber gemeint war wohl das Gleiche. Aufgehalten haben mich solche Ratschläge nicht, im Gegenteil. Sätze wie „das funktioniert doch eh nicht“ oder „träume weiter“ haben mich eher noch mehr motiviert, einen weniger traditionellen Weg zu gehen und dem allgemeinen Mainstream -auch in der Führung eines Unternehmens- zu entfliehen.

Vision

Ich habe die KI gefragt, was man unter dem Begriff Vision versteht. Dabei herausgekommen ist, dass Vision im weiteren Sinne bezeichnet wird als die Fähigkeit, in die Zukunft zu schauen, Ziele und Ideale zu haben und eine klare Vorstellung davon zu haben, wohin man möchte.

Vision bezieht sich auf die Vorstellungskraft, die Fähigkeit, ein Bild oder eine Idee von etwas zu haben, das derzeit nicht existiert oder noch nicht erreicht wurde. Eine Vision kann die Grundlage für persönliche oder berufliche Ziele sein und dient als Leitbild, das den Weg zur Verwirklichung dieser Ziele weist. Visionen können von Einzelpersonen, Unternehmen, Organisationen oder ganzen Gemeinschaften entwickelt werden.

Eine Vision sollte inspirierend, herausfordernd und zukunftsorientiert sein. Sie kann eine klare Beschreibung eines gewünschten Zustands, einer bestimmten Veränderung oder eines Ziels umfassen. Eine Vision kann helfen, Motivation und Engagement zu fördern, Ressourcen zu mobilisieren und Menschen in eine gemeinsame Richtung zu lenken.

Es ist wichtig zu beachten, dass eine Vision nicht nur ein Wunschdenken ist, sondern mit konkreten Handlungen und Strategien verbunden sein muss, um sie zu verwirklichen. Eine Vision kann auch im Laufe der Zeit angepasst oder weiterentwickelt werden, um den sich ändernden Umständen und Zielen gerecht zu werden.

Krankheit?

Lieber Helmut Schmidt, diese „Krankheit“ soll ein Arzt behandeln können? Zum Glück habe ich mich niemals dagegen therapieren lassen. Eher würde ich mir wünschen, dass diese „Krankheit“ ansteckend ist und sich ausbreitet. Ich bin der Meinung, wir trauen uns viel zu wenig, Neues zu denken und neue Wege zu gehen. Vielen Menschen fehlt oft der Mut zu wirklichen Veränderungen. Vermutlich, weil es erstmal mit Loslassen und Verzicht zu tun hat und später mit Anstrengung. Oft dauert es einige Zeit, bis sich merklich etwas zum Positiven verändert. Manchmal vergehen dabei Jahre, das war bei mir nicht anders.

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Die Quelle grenzenloser Kreativität

Visionen sind wie funkelnde Sterne, die am Himmel leuchten. Sie sind die Keimzellen des Fortschritts und die Treiber kleiner und großer Veränderungen. Doch woher kommen diese Visionen? Was ist es, das uns dazu antreibt, über das Gewohnte hinauszudenken und neue Horizonte zu entdecken? Der Schlüssel liegt wahrscheinlich in einem tief verwurzelten inneren Drang, der uns dazu bringt, unsere Gedanken zu befreien und unsere Fantasie zu entfesseln. Es ist eine tiefe Sehnsucht, die uns antreibt, uns nach neuen Möglichkeiten umzusehen und Grenzen zu überwinden.

Die Gesellschaft übt einen starken Druck auf uns aus, uns an Normen und Konventionen zu halten. Im Kleinen wie im Großen. Die Visionäre, die den Lauf der Geschichte verändert haben, waren diejenigen, die sich gegen diese Konformität auflehnten und ihrem inneren Drang folgten. Sie wagten es, anders zu denken und neue Wege zu beschreiten, selbst wenn sie dafür belächelt oder kritisiert, oft auch bekämpft wurden.

Unser innerer Drang wird von unserer Fantasie genährt. Fantasie ist die Sprache der Visionen. Sie ermöglicht es uns, über das Vorstellbare hinauszudenken und das Unmögliche möglich zu machen. Durch die Kraft der Fantasie werden Visionen zu greifbaren Konzepten, die eine Verbindung zur Realität herstellen und den Weg für Innovation und Fortschritt ebnen.

Heute

Vor 25 Jahren habe ich damit begonnen, mich von klassischen Denkmustern zu verabschieden, seit 17 Jahren gehe ich diesen Weg gemeinsam mit meiner Liebsten Heike. Wir gestalten unsere Welt jeden Tag, wie sie uns gefällt mit den Menschen, die uns guttun. In diesem Punkt sind wir sehr konsequent. Aus Verdrängungsmärkten haben wir uns schon lange verabschiedet, mittlerweile können wir unsere Kunden und Geschäftspartner auswählen und wir sind nahezu unabhängig von äußeren Einflüssen. Wir haben mit unserem Geschäftsmodell einen eigenen Markt geschaffen und sind dabei, ihn weiter auszubauen. Am Ziel angekommen sind wir noch lange nicht, unsere Vision hat sich nämlich zwischenzeitlich weiterentwickelt. Wir lernen gerade größer zu denken und wir haben weitere spannende Projekte im Blick, einige davon befinden sich bereits in der Pipeline.  

Danke

Voller Demut gilt mein aller größter Dank meiner Liebsten Heike, das Erreichte haben wir nur gemeinsam und auf Augenhöhe schaffen können. Danke an all diejenigen, die uns auf unserem unkonventionellen Weg unterstützt und bestärkt haben. Natürlich auch danke an meine drei Kinder Julia, Florian und Philipp, danke an unsere Freunde und danke an die vielen wunderbaren Geschäftspartner, mit denen wir tolle Sachen machen dürfen und dabei viel Freude miteinander und untereinander haben.

DANKE AN DAS LEBEN!

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