Maler und Lackierer: Viele Mädchen und junge Frauen in der Malerausbildung bei den MW-Partnerbetrieben

Geschrieben von Volker Geyer am

Vor einiger Zeit veröffentlichte der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) Zahlen zum Thema Mädchen und Frauen im Handwerk. Die Zahlen besagen, dass in ganz Deutschland über alle Malerbetriebe hinweg mittlerweile etwa 18% der Auszubildenden zum Beruf Maler und Lackierer junge Frauen sind. Der Malerberuf verzeichnet demnach von allen baugewerblichen Berufen prozentual den höchsten Anteil weiblicher Azubis. Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung, befinden wir uns doch in einer vermeintlichen Männerdomäne.

Hoher Frauenanteil bei MW-Partnerbetrieben

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14 Teilnehmerinnen beim Maler Talente-Camp 2023

In den MW-Partnerbetrieben ist der Anteil weiblicher Auszubildenden noch um einiges höher. Bei unserem diesjährigen Maler Talente-Camp nahmen insgesamt 30 Talente teil, davon 16 männliche und 14 weibliche Malertalente (Azubis). Das ist ein Frauenanteil von über 45%. Ich finde das eine freudige Tatsache. Doch woran liegt die hohe Frauenquote bei MW-Partnerbetrieben und wie wirkt sich ein hoher Frauenanteil aus?

Woran es liegt hat sicher damit zu tun, dass bei unseren MW-Partnerbetrieben der Privatkundenanteil hoch ist und wir uns intensiv mit gestaltungsorientierten Arbeiten beschäftigen. Bei den MW-Partnerbetrieben können Mädchen und junge Frauen ihre Kreativität und ihre Feinsinnigkeit oft in den Beruf einbringen. Kreatives Arbeiten liegt vielen Mädchen und jungen Frauen und die meisten von ihnen besitzen Kompetenzen in Themen wie zwischenmenschliche Beziehungen und Kommunikation, Empathie und Einfühlungsvermögen.

Vorteile für Kunden

Kunden profitieren von der Präsenz von Frauen in Malerbetrieben auf vielfältige Weise. Frauen haben oft ein besonders feines Gespür für Ästhetik und Design und können daher bei der Gestaltung von Räumen oder Objekten eine besondere Expertise einbringen. Zudem haben Frauen häufig ein höheres Maß an Einfühlungsvermögen und können sich besser in die Bedürfnisse und Wünsche ihrer Kunden hineinversetzen. Auch bei der Ausführung von Handwerksarbeiten zeigen Frauen oft eine höhere Präzision und Sorgfalt, was sich positiv auf die Qualität der Arbeit auswirkt.

Vorteile für Betriebe

Frauen bringen oft ein höheres Maß an Einfühlungsvermögen, Kommunikationskompetenz und eine besondere Expertise zu den Themen Farbgefühl und Design mit. Diese Fähigkeiten führen oft dazu, dass Kunden zufriedener sind und für künftige Aufträge wiederkommen. Wenn Frauen im Team sind, bringen sie oft neue Perspektiven und Ideen ein, die zu effizienteren Arbeitsabläufen und einer höheren Produktivität führen können. Die Teams der Betriebe werden diverser, was oft zu innovativeren Lösungen führt. Außerdem verändert sich das Betriebsklima in den meisten Fällen positiv.

Vorteile für Frauen

Frauen profitieren ebenfalls von einer Tätigkeit im Malerberuf. Sie können ihre kreativen Fähigkeiten und Ideen in einen abwechslungsreichen Beruf einbringen. Kein Tag ist wie der andere, die Arbeitsorte wechseln regelmäßig. Immer wieder wird von Protagonistinnen geschwärmt, dass man am Ende des Tages sieht, was man zuvor mit seinen eigenen Händen erschaffen hat. Das macht zufrieden und glücklich. Auch die Tatsache, mit vielen unterschiedlichen Menschen in Kontakt zu kommen, ist für viele Mädchen und junge Frauen ein Anreiz. Darüber hinaus bietet der Malerberuf eine hohe Arbeitsplatzsicherheit und bei den MW-Partnerbetrieben gibt es gute Verdienstmöglichkeiten und vor allem interessante Karrierechancen.

Azubinen bei MW-Partnerbetrieben

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Hoher Azubi-Frauenanteil bei den MW-Partnerbetrieben. Hier einige Gesichter davon.

Betriebliche Erfahrungen

Welche Erfahrungen haben die MW-Partnerbetriebe mit weiblichen Auszubildenden bisher gemacht? Dazu habe ich ein paar Stimmen eingeholt:

Ralph Heuten (Heuten GmbH in 48683 Ahaus): „Eine unserer ersten Azubinen ist jetzt Vorarbeiterin. Eine andere bereitet sich gerade auf die Gesellenprüfung vor und wird voraussichtlich ein gutes Ergebnis erzielen. Eine jetzige Meisterin hat nach ihrer Ausbildung zur Malergesellin bei uns begonnen und wurde nach einem Jahr Vorarbeiterin. Nach weiteren vier Jahren hat sie die Meisterschule erfolgreich abgeschlossen. Frauen im Handwerk und auf der Baustelle sind generell eine Bereicherung. Sie verbessern das Klima, den Umgangston und die Stimmung auf der Baustelle.“ (www.maler-heuten.de)

Jakob Wolff (Pictor Meisterhandwerk und Denkmalpflege e. K. in 13088 Berlin): "Unsere weiblichen Auszubildenden haben gestalterisches Talent, ein Händchen für filigrane Arbeiten und sind bei Privat- und Geschäftskunden geschätzte und gern gesehene Einsatzkräfte. Die Arbeitsatmosphäre und das Betriebsklima werden von unseren Damen positiv geprägt und die Pflanzen bei uns in der Werkstatt leben bedeutend besser und gesünder." (www.pictor.berlin)

Sebastian Johannsen (Malermeister aus 24960 Munkbrarup): „Unsere derzeitige Auszubildende kommt jetzt ins zweite Lehrjahr. Meine Erfahrungen sind sehr positiv. Sie hat etwas andere Talente, als unsere bisherigen männlichen Azubis. Das tut uns gut. Außerdem habe ich das Gefühl, die Diversität fördert auch unser Betriebsklima.“ (www.malermeister-johannsen.de)

Informationen

Weitere Infos zum Ausbildungsberuf Maler und Lackierer (m/w/d) und eine Übersicht aller unserer MW-Ausbildungsbetriebe in Deutschland, Österreich, Schweiz und Luxemburg bekommen Sie unter www.malerhelden.net

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